Es gibt viele Menschen, die darüber nachdenken, eine Immobilie als Altersvorsorge zu kaufen und sich fragen, wie viel Eigenkapital dafür eigentlich erforderlich ist.

Oft findet man in Foren oder auf Websites wie Quora daher Fragen wie: „Kann ich mit nur X € in Immobilien investieren?“, oder „Wie viel Eigenkapital benötige ich, um eine Immobilie zu kaufen?“.

Ist es möglich mit 40.000€ in Immobilen zu investieren? (Bildquelle: Pixabay)

Grundsätzlich kann man diese Fragen natürlich nicht in einem Satz beantworten, denn es gibt verschiedene Faktoren, die darüber entscheiden, wie viel Eigenkapital man für eine Immobilieninvestition benötigt. 

In diesem Artikel möchte ich aber trotzdem alles Wissenswerte rund um das Thema Eigenkapital und Immobilieninvestments zusammentragen und versuchen die Frage zu beantworten, ob 40.000€ Eigenkapital ausreichen, um in Immobilen zu investieren und sich eine Altersvorsorge aufzubauen.

Das vielleicht Wichtigste gleich zu Beginn: Ja, mit 40.000 Euro kann man theoretisch anfangen direkt in Immobilien zu investieren.

Und ja, damit meine ich nicht nur Immobilien-Crowd-Investing, sondern explizit auch den Kauf einer Eigentumswohnung zum Vermieten.

Was ist Eigenkapital?

Eigenkapital ist das Geld, das ein Investor aus eigenen Mitteln für den Erwerb einer Immobilie aufbringt.

Die Höhe Ihres Eigenkapitals bestimmt also, wie viel Geld man für eine Immobilie aufbringen muss und wie viel man über einen Kredit finanzieren muss.

Je höher das Eigenkapital, desto geringer ist das Risiko für den Kreditgeber und desto einfacher ist es einen Kredit zu erhalten. Außerdem senkt ein Hoher Eigenkapitalanteil auch die Kreditkosten und das Risiko für das Investment.

Für welche Immobilien reichen 40.000€ Eigenkapital?

Es kommt ganz auf die persönliche Risikoneigung an, aber mit einer guten Bonität kann man mit einem Eigenkapitaleinsatz von 40.000€ vermutlich eine Immobilie im Wert von ca. 150.000€ kaufen. Bei einer Mietrendite von 6% wären das pro Monat ca. 750€ Mieteinnahmen.

Natürlich muss man neben den Zinsen und der Tilgung als Vermieter auch noch die Nebenkosten zum Betrieb einer Immobilie, wie zum Beispiel die Versicherung, die Grundsteuer, die Instandhaltungskosten oder eventuelle Reparaturen berücksichtigen.

Doch wenn man eine solche Immobilie findet, mit der man tatsächlich 6% Rendite erwirtschaftet und die auch noch gut, und vor allem dauerhaft, vermietet werden kann, wird man letztendlich mit seinem Investment Profit machen. Solange die Zinsen, die Tilgung und die Nebenkosten niedriger sind als die monatlichen Mieteinnahmen, baut man mit dem Investment in eine vermiete Immobilie Monat für Monat Vermögen auf.

Doch wie kommt man auf diesen Wert?

Unter der Annahme, dass die sonstige Kreditwürdigkeit in Ordnung ist und man ebenfalls ausreichend Einkommen hat, braucht man in etwa 10-20% des angegebenen Kaufpreises an Eigenkapital, um eine Eigentumswohnung zu erwerben.

Übrigens: Eine gute Kreditwürdigkeit fängt für Immobilieninvestoren normalerweise schon bei 2.000 bis 3.000€ Nettoeinkommen im Monat an.

Das wichtigste beim Investment: Nicht zu weit gehen und Liquide Mittel vorhalten!

Das wichtigste nach einem Immobilieninvestment ist, dass man auch nach dem Erwerb der Immobilie weiterhin mehrere Tausend Euro an liquiden Mittel vorhanden hat und nicht alles in die Immobilie investiert. Entsprechend muss die Immobilie zur aktuell vorhandenen Eigenkapital passen.

Aber Warum?

In kurz: Um das Liquiditätsrisiko zu senken.

Bei einem Immobilieninvestment läuft nicht immer alles so, wie man sich das vorstellt.

Es können Mietausfälle auftreten, die Immobilie muss renoviert werden oder die

Eigentümergemeinschaft hat eine teure Sanierung beschlossen und will diese nun per Sonderumlage auf alle Eigentümer umlegen.

Alles Dinge, die passieren können und für den Investor teuer werden können. Wenn man eine Immobilie hat, ist man daher sehr stark einem Liquiditätsrisiko ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, dass man auch nach dem Kauf immer noch mehrere Tausend Euro an liquiden Mittel zur Verfügung hat.

Aber Wie viel Geld braucht man konkret?

Wie viel Geld man konkret in der Hinterhand behalten sollte, hängt natürlich von der Immobilie ab. Bei einer Immobilie mit einem Kaufpreis von 150.000 Euro sollte man vermutlich mit ca. 10.000€ Rücklagen rechnen, um ein paar Monate Mietausfall und eine größere Sanierung abfedern zu können.

Wo kann ich mehr lernen?

War dieser Artikel interessant für dich und willst du wissen, welche Fehler du als angehender Investor bei Immobilien auf jeden Fall vermeiden solltest?

Dann schaue dir auch den Artikel „Die erste Immobilie als Kapitalanlage: Welche Fehler solltest du auf keinen Fall machen?” auf erfolgreich-online-geld-verdienen.com an, da dieser Artikel genau diese Fragestellung betrachtet.

Willst du allgemein mehr zum Thema Immobilien als funktionierende Kapitalanlage lernen? Dann schau‘ mal auf dieser Instapaper-Seite vorbei. Dort findest du viele Links zu verschiedensten interessanten und hilfreichen Artikeln rund um das Thema Immobilien als Kapitalanlage!

Du willst lieber Dinge nebenbei hören, statt Texte zu lesen? Dann ist vielleicht dieser Immobilien-Podcast interessant für dich!

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